Das Musical spielt in einer Hotelanlage in Spanien (Fuerteventura). Im Mittelpunkt der Handlung: eine Tanzsportgruppe aus Deutschland, die es als Summer-Trainings-Camp nutzen. Das Hotel hat wenige Besucher und eine erhebliche Zahl verschiedener Angestellter.
Die Hotelleitung (Donna Aurora/ Maria) ist rigoros, bzw. gütig-vermittelnd, – die Mitarbeiter teilweise unglücklich verliebt. Unter den wenigen Hotelgäste gibt es u.a. ein ewig turtelndes englisches Liebespaar und zwei fiese Zimtzicken (Yvonne+Yvette). Alle, besonders die vergeblich um Anerkennung buhlende Animateurin Anita und der leichtlebige Kellner Daniel, freuen sich über die zahlreichen Gäste.
Im Gebüsch „haust“ ein langhaariger, etwas heruntergekommener Mann, zu dem drei der deutschen Gäste versuchen, Kontakt aufzunehmen. Anfangs noch ablehnend, wird der Mann bald zugänglicher. Eine der drei Freundinnen (Sina) findet sein Vertrauen und will mehr erfahren. „Marsi“ (so der Spitzname des Mannes), erzählt ihr seine Geschichte: – Er war im Gegensatz zu seinem starken Bruder Victor meist verträumt, in der Schule eher ein Verlierer. Als von ihm erwartet wurde, allein auf ein Internat zu gehen, wo er lernen sollte zielstrebiger und erfolgsorientierter zu werden, suchte er einen Ausweg. Er fühlte sich seinem starkem Bruder nie ebenbürtig und war sich auch der Liebe seines Mädchens (Bea) nicht mehr sicher. In der Überzeugung, der schwächere zu sein, ging er heimlich fort. Keiner erfuhr wohin.
PAUSE
Zwei Jahre später kommt die Reisegruppe in eine sichtlich heruntergekommene Hotelanlage zurück. „Marsi“, der immer noch im Gebüsch haust, fragt nach Sina, dem Mädchen, zu der er so viel Vertrauen gefasst hatte. Er macht ihr Vorwürfe, denn er vermutet, dass Sina seinen Bruder mitbringt. Sie ist befremdet und reagiert distanziert.
Es gehen plötzlich zwei finanzielle Angebote zur Sanierung des Hotels ein. Eine davon von Simon, einem jungen Mann mit knallharten Vorstellungen, der rigoros entlassen will. Die Tage des Familienhotels scheinen gezählt. Da erscheint Victor, der sich erinnert, dass er als Kind oft in diesem Hotel zu Gast war.
Marsi ist entsetzt, – sein „Bruderherz“ tritt wieder in sein Leben. Auch Bea ist dabei.
Zu seiner Überraschung freut sich Victor überschwänglich, seinen lange gesuchten Bruder wiederzusehen, während Bea die romantisch-verklärten Darstellungen ihres Jugendfreunds korrigiert. Bea und Sina sind sich einig, dass der junge Mann sein schwärmerisch-selbstmitleidiges Bild aufgeben muss. Mit mehr Ehrlichkeit könnten viele Missverständnisse behoben werden.
Aber warum wurde Marsi in all den Jahren heimlich im Gebüsch geduldet und sogar versorgt? Hier klären sich jetzt einige Liebesgeschichten auf (Thekenpersonal u.a.). Eines der Zimmermädchen – das von allen unterschätzte Aschenputtel – hat sich gut um ihn gekümmert. Der Grund: Liebe!– Am Ende wird Marsi von allen gefeiert. Er hat Liebe, ein Zuhause und eine Aufgabe gefunden, sein überglücklicher Bruder überlässt ihm die Hotelleitung– A Star Is Born!

