Junges Musical Braunschweig | DAS PFEFFERCHOR -DEBUT (MÄRZ 2026)
2119
post-template-default,single,single-post,postid-2119,single-format-standard,bridge-core-2.7.3,ajax_updown,page_not_loaded,,transparent_content,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-16.7,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-6.6.0,vc_responsive

DAS PFEFFERCHOR -DEBUT (MÄRZ 2026)

DAS PFEFFERCHOR -DEBUT (MÄRZ 2026)

Vorhang auf! Die Musik erklingt, Mucklas – die kleinen frechen Fabelwesen in Sven Nordqvists Welt – stimmen uns singend ein:

Unter großen Bäumen, hinter Weidenzäunen
führt ein Weg hinaus zu einem kleinen roten Haus …

Die großen und kleinen Zuschauer sind sofort im Bild: Wir sind in Schweden! Zu Gast beim frechen Kater Findus und seinem Freund, dem gutmütigen alten Pettersson.
Schon treten sie auf und müssen gleich schwierige Probleme lösen: Da ist dieser neue Hahn „Caruso“, ein schrecklicher Angeber! Und als Findus mit Pettersson zum Zelten gehen will, folgt ihnen die lästige Hühnerschar auf Schritt und Tritt und vermasselt den ganzen Ausflug. Nachts wird es richtig wild. Da fegt in atemlosem Tanz Muckla-Energie über die Bühne.

Benjamin Niederaus Regie lässt geschickt auf den Trubel intime Szenen folgen, wie z.B. >BEIM ANGELN<: Kleines Licht, leise Musik. Die beiden Hauptfiguren sitzen am Bühnenrand, nah bei den kleinen Zuschauern, die dichtgedrängt vor der Bühne lauschen. Kater Findus zieht einen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser, während Pettersson zwar den Hecht an seiner raffinierten „Flitzbogen-Angel“ hat, die Beute aber dennoch verliert. – Ebenso gespannt beobachten die kleinen und großen Zuschauer, wie für die nächste Szene das Bauernhaus gedreht wird, und wir in Petterssons gemütlich-chaotische Stube blicken dürfen. Ein Raunen geht durchs Publikum. Eine 55jährige Zuschauerin in der letzten Reihe flüstert ihrer erwachsenen Tochter zu: „Das ist ja so schön, – mir kommen die Tränen.“ Darauf die Tochter: „Ich muss schon die ganze Zeit vor Rührung heulen.“
Mit Tempo geht es Richtung Finale. Die 3-köpfige Band stimmt nach ländlichen Akkordeon-Klängen jetzt den Tuba-Brummelbass beim schwungvollen Polka-Rhythmus an. Selbst der mürrische Nachbar Gustavsson lässt sich mitreißen und verschießt Konfetti. Das gesamte Ensemble tanzt die Hühner-Polonaise!
Das Publikum ist verzaubert. Es gibt stürmischen Beifall, Zugabenrufe. Und auf der Bühne nur strahlende Gesichter. Man kann kaum glauben, dass diese 23 Kinder des Pfefferchors, unser JuMuBS-Nachwuchs, zum ersten Mal auf großer Bühne stehen.

In 18 Jahren hat unser Verein Erfahrung in der Vorbereitung und Umsetzung solcher Aufführungen erworben. Die ÜbungsleiterInnen Paula Kunde und Isabel Weibler kümmern sich wie immer um die Tänze. Die Lieder sind gründlich einstudiert. Das Mikrophon geht für Soloparts von Hand zu Hand. (- Und wenn mal der Auftakt verpasst wird, spielt der Gitarrist geduldig weiter und ermöglicht einen neuen Einsatz.) Alles will gut eingeübt sein: Abläufe bei den Auftritten und der Verbeugungsordnung. Wer steht neben mir bei dieser Choreo, wer singt welchen Part, und an wen muss ich das Mikro weiterreichen?

Am Aufführungstag sitzen einfühlsame, routinierte Ton- und Lichttechniker am Pult. Silke Peters hält die Kostüme bereit und leitet das Schminkteam. Alina Henne hat nicht nur das wunderschöne Plakat gestaltet, jetzt verteilt sie Programmzettel und hält die Kamera bereit für die Berichterstattung. Gemeinsam mit zwölf weiteren Mitgliedern der Musical Company (im Extrachor und Solorollen) unterstützt sie den Nachwuchs, – damit das Bühnen-Debüt unseres Pfefferchors gelingen kann.

Ein Blick in die strahlenden Kinderaugen, als sie sich am 7. und 8. März 2026 ihren verdienten Applaus abholten, ließ jeden fühlen, dass die vielfältige Vorarbeit gut investierte Zeit und Mühe war.